Bayerisches Nationalmuseum

Museum in München

Beschreibung

Das Bayerische Nationalmuseum in München beherbergt auf etwa 13.000 m² eine kunst- und kulturhistorische Sammlung. Seine Sammlung, die vor allem regionale wie europäische Skulpturen und Kunsthandwerk umfasst, hatte von Beginn an nicht nur einen Bildungsauftrag an breite Schichten der Bevölkerung, sondern war auch zur Ausbildung der Handwerkerschaft eingerichtet worden. Heute bieten das Haupt- und das östliche Obergeschoss einen historischen Rundgang vom frühen Mittelalter bis zum beginnenden 20. Jahrhundert. Im Untergeschoss präsentiert sich die volkskundliche Abteilung mit der berühmten Krippen­sammlung.

Die Gründung des Museums in der Mitte des 19. Jahrhunderts geht auf die persönliche Initiative von König Maximilian II. zurück. 1851 hatte der König die Great Exhibition in London besucht und die Anfänge des South Kensington Museums erlebt. 1853 legte in seinem Auftrag Archivdirektor Karl Maria von Aretin, der eine großangelegte Publikation der Kunstdenkmale des Bayerischen Herrscherhauses vorbereitete, Pläne für die Errichtung eines eigenen Wittelsbacher Museums vor. Den endgültigen Namen „Bayerisches Nationalmuseum“ bestimmte der Monarch in einem persönlichen Brief vom 30. Juni 1855. Äußerer Anlass für die neue Institution dürfte die Gründung des Germanischen Museums in Nürnberg 1852 gewesen sein, dem Maximilian offenbar sein dynastisches Museum entgegensetzen wollte.

Der erste Museumsbau – das heutige Museum Fünf Kontinente – entstand seit 1859 an prominenter Stelle auf dem Forum der Maximilianstraße und wurde 1867 eröffnet. Die im Grundstein versenkte Urkunde spricht von einer „Anstalt zur Aufbewahrung der interessantesten vaterländischen Denkmäler und sonstigen Überreste vergangener Zeiten“. Maximilians Vater, Ludwig I., hatte für die von ihm geschaffenen Museen, die Glyptothek und die Alte und die Neue Pinakothek, monumentale Bauten errichten lassen, in denen die nach damaligen Begriffen höchsten Errungenschaften der europäischen Kunst aufbewahrt und verehrt wurden: die Skulptur der Antike und die Malerei. Das Nationalmuseum, das in einem breiteren Sinne erzieherisch wirken sollte, erscheint als konsequente Weiterführung dieser vorangegangenen Gründungen.

Neben der zunächst im Vordergrund stehenden Geschichte Bayerns und des Hauses Wittelsbach richtete man auch „Separatsammlungen“ kunsthandwerklicher Objekte ein. Nach Materialgruppen aufgestellt, sollten die Gegenstände zeitgenössischen Künstlern und Handwerkern als Anregung dienen und ihnen Vorbilder für die eigene Arbeit an die Hand geben.

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Prinzregentenstraße 3
80538 München
  • Kunst & Museen
München

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