Dom St. Martin

Kathedrale / Dom in Mainz

Beschreibung

Der Hohe Dom St. Martin zu Mainz, genannt Mainzer Dom, ist die Kathedrale (Bischofskirche) der römisch-katholischen Diözese Mainz und steht unter dem Patrozinium des heiligen Martin von Tours. Der Ostchor ist dem Hl. Stephan gewidmet. Der zu den Kaiserdomen zählende Bau ist in seiner heutigen Form eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika, die in ihren Anbauten sowohl romanische als auch gotische und barocke Elemente aufweist.

Ab welchem Zeitpunkt die Mainzer Kirche eine bischöflich verfasste Kirche war, lässt sich heute nicht mehr abschließend klären, da die vorhandenen Bischofslisten aus alter Zeit allesamt zweifelhaft sind. Demnach ist auch unklar, wann es die erste Kathedrale in der Stadt gegeben hat. Allerdings weiß man aus historischen Quellen wie der des Geschichtsschreibers Ammianus Marcellinus, dass in der Stadt im 4. Jh. eine größere Gemeinde existiert haben muss, für die man eine bischöfliche Leitung annehmen kann. Der Bericht des Ammianus über die Plünderung der Stadt im Jahr 368 erwähnt eine christliche Gemeinde, die bei der Feier eines Festes, vermutlich des Osterfestes, überrascht worden sei. Diese Feier hätte in der Kathedrale stattgefunden.

Erster sicher bezeugter Bischof war im 6. Jahrhundert Sidonius († nach 580). Seine Kirche trug bereits das Patrozinium des fränkischen Staatsheiligen Martin von Tours. Lage und Größe dieser Kirche sind jedoch unbekannt. Die archäologischen Befunde geben nur wenig Auskunft, genauere Untersuchungen und Ausgrabungen haben in den vergangenen Jahrzehnten nicht stattgefunden. Da es jedoch eine reiche Quellenlage gibt, sind Standort und Umfang der Kathedrale und ihrer Nebenbauten Gegenstand beständiger Diskussionen. Die bekannteste Diskussion ist die um eine „Kathedralgruppe“ innerhalb der Stadtmauern, eine Dreiergruppe mit Bischofs-, Seelsorge- und Taufkirche. Außer einem Mauerzug und Estrichresten sowie einem Sarkophag unter der Johanniskirche, die in späteren Jahren auch als „Alter Dom“ bezeichnet wurde, ist von diesem Gebäudekomplex jedoch nichts bezeugt.

Der damalige Erzbischof Willigis (zugleich Erzkanzler des Reiches), dessen Amtszeit 975 begann, veranlasste den Bau eines neuen Domes in ottonischen Formen. Möglicherweise war Willigis zu dem Bau vom Motiv bewegt, sich das Krönungsrecht für den Römisch-deutschen König zu erhalten. Eine genaue Datierung des Baubeginns ist nicht gesichert. Da der Erhalt des Krönungsrechts erst ab etwa 990 in Frage gestellt war, spricht gegen diese Theorie die extrem kurze Zeit bis zur Vollendung des Baus. Als Bauzeit wird heute eine Zeitspanne von 30 Jahren für möglich gehalten. Andererseits ist die Weihe der Stephanskirche mit 997 datiert und die Wahrscheinlichkeit zweier großer kirchlicher Baustellen gleichzeitig in derselben Stadt spricht für einen Baubeginn erst gegen Ende des 10. Jahrhunderts.

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Liebfrauenstraße 4
55116 Mainz
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Mainz

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