Haus der Geschichte

Museum in Bonn

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Beschreibung

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an der Museumsmeile in Bonn ist ein Museum zur deutschen Zeitgeschichte seit 1945. Mit 850.000 Besuchern jährlich ist es eines der meistbesuchten Museen in Deutschland. Ebenso wie das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig, der Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße und das Museum in der Kulturbrauerei in Berlin ist das Haus Teil der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Der Sitz der Stiftung ist in Bonn. Der Eintritt ist frei.

Das Museum zeigt in seiner Dauerausstellung die deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart und setzt in zahlreichen Wechsel- und Wanderausstellungen zusätzliche Akzente. Nach der baulichen Revitalisierung des Kanzlerbungalows zwischen der Villa Hammerschmidt und dem Palais Schaumburg unweit des Museums wird das frühere Atrium-Wohngebäude verschiedener Bundeskanzler seit April 2009 durch die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland betreut, die in dem Bungalow ebenfalls eine Dauerausstellung einrichtete, die über die Geschichte des Gebäudes informiert. Das Haus der Geschichte organisiert Gruppenführungen und Begleitungen durch den Kanzlerbungalow, den früheren Sitz des Bundesrates und das Palais Schaumburg (wegen Sanierungsarbeiten seit 2013 bis etwa 2022 geschlossen), das Besucher zurzeit virtuell besuchen können.

Bundeskanzler Helmut Kohl forderte direkt nach seinem Amtsantritt in seiner Regierungserklärung vom 13. Oktober 1982, „daß möglichst bald in der Bundeshauptstadt Bonn eine Sammlung zur deutschen Geschichte seit 1945 entsteht, gewidmet der Geschichte unseres Staates und der geteilten Nation.“ Im darauf folgenden Jahr konkretisierte er seine Vorstellungen in einer weiteren Regierungserklärung. 1986 begann die Umsetzung dieses Auftrages in Bonn mit dem Aufbau einer historischen Sammlung, der Planung einer Dauerausstellung und dem Bau des Museumsgebäudes. Der Deutsche Bundestag beschloss 1990 das Gesetz zur Errichtung einer selbständigen Stiftung öffentlichen Rechts. Das Museum wurde am 14. Juni 1994 von Helmut Kohl eröffnet. Erster Präsident der Stiftung war fast 20 Jahre lang Hermann Schäfer, im Juni 2007 wurde sein langjähriger Stellvertreter Hans Walter Hütter als Nachfolger gewählt.

Das Museumsgebäude wurde 1985 von dem Architektenehepaar Ingeborg und Hartmut Rüdiger aus Braunschweig im Rahmen eines zweistufigen, offenen und bundesweiten Architekturwettbewerbs des Bundes entworfen, nach dessen erster Stufe die sechs erstplatzierten Teilnehmer 1986 zu einer Überarbeitung ihrer Entwürfe gebeten wurden. Im November 1986 erhielt schließlich das Büro Rüdiger & Rüdiger den Bauauftrag. Auf dem Baugrundstück befanden sich zuvor das Ausflugslokal Rheinlust und ein Autohaus. Die Bauarbeiten begannen mit dem ersten Spatenstich am 21. September 1989, der Rohbau mit Montage der Baukräne im April 1990. Am 27. Juni 1991 wurde Richtfest gefeiert und der Neubau schließlich ein Jahr vor der Eröffnung des Museums im Juni 1993 fertiggestellt. Die Baukosten betrugen 115 Millionen DM zuzüglich 15 Millionen DM für die Inneneinrichtung. Der Museumsbau hat eine Gesamtnutzfläche von rund 22.000 m². Für die Dauerausstellung stehen über 4.000 m², für Wechselausstellungen mehr als 800 m² zur Verfügung.

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Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn
  • Kunst & Museen
Bonn

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