Museum der Natur Gotha

Museum in Gotha

Beschreibung

Das Museum der Natur Gotha ist eines der vier Museen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Es beherbergt geologische, paläontologische und zoologische Sammlungen, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen.

Das Museum befand sich bis 2010 im Herzoglichen Museum Gotha. Im Zuge der grundlegenden Umgestaltung der Museen der Stiftung wird es seither in den Westteil des Schlosses Friedenstein verlagert. Das Herzogliche Museum wurde saniert und beherbergt seit Oktober 2013 die Kunstsammlungen. Tiere im Turm heißt die erste neue Dauerausstellung des Museums der Natur, die seit Dezember 2010 im Westturm des Schlosses zu sehen ist.

Bereits im 17. Jahrhundert begannen die Gothaer Herzöge mit der Sammlung von Naturalien. Zusammen mit den Kunstwerken beanspruchten diese sehr viel Raum im Schloss Friedenstein. Aus diesem Grund entschloss sich Herzog Ernst II. (1818–1893) von Sachsen-Coburg und Gotha, ein neues Museumsgebäude errichten zu lassen. Es wurde im ehemaligen herzoglichen Küchengarten von Schloss Friedenstein im Stil der Neorenaissance in den Jahren 1864 bis 1879 erbaut.

Im neuen herzoglichen Museum waren das Kunstkabinett, das Chinesische Kabinett, das Naturalienkabinett, Kupferstichkabinett, die Gemäldegalerie und die Sammlung der Gipsabgüsse untergebracht. Damit erhielt die Residenz Gotha ein Museum von großer wissenschaftlicher und künstlerischer Bedeutung, das allerdings am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 durch Auslagerung, Plünderung und Entnahmen große Verluste erlitt. Die noch vorhandenen Teile der Kunstsammlungen wurden 1945 in die Sowjetunion abtransportiert. Nach ihrer Rückkehr 1956 wurden sie im Schloss Friedenstein untergebracht. Die naturwissenschaftlichen Sammlungen verblieben im Museumsgebäude und wurden um den Bestand des Naturkundlichen Heimatmuseums erweitert. Nach dem Umbau des Gebäudes wurde am 1. August 1954 das Biologische Zentralmuseum eröffnet. Das zu dieser Zeit größte Naturmuseum Thüringens erhielt den Namen Naturkundemuseum – ab 1971 wurde es Museum der Natur Gotha genannt. Bedeutsam waren die von dem Jagd- und Tiermaler Friedrich Reimann zwischen 1952 und 1954 angefertigten Hintergründe der Dioramen. Reimann gestaltete auch die Wandmalereien im Eingangsbereich und im Treppenhaus. Das Museum ist seit 2004 Teil der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

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Leinastraße
99867 Gotha
  • Kunst & Museen
Gotha

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