Nürnberger Rathaus

Sehenswürdigkeit in Nürnberg

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Beschreibung

Das Nürnberger Rathaus, genannt auch Wolff’scher Bau, steht in der Altstadt von Nürnberg, gleich östlich des Chores der Sebalduskirche. Es gehört als eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt zur Historischen Meile Nürnbergs. Der imposante, von 1616 bis 1622 entstandene Renaissancebau des Architekten Jakob Wolff der Jüngere (1571–1620) wurde während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt und musste zu großen Teilen in den 1950er Jahren wiederaufgebaut werden. Dabei wurde das Bauwerk an der Nordseite um zwei Fensterachsen verkürzt. An der Südseite ist ein im Kern gotischer Saalbau integriert, den Albrecht Dürer gestaltet hatte. Die im Kellergeschoss befindlichen Lochgefängnisse gelten als Touristenattraktion, wie auch der Schöne Brunnen, der sich direkt vor dem 1951 von Kurt Schneckendorf entworfenen und 1954 bis 1956 errichteten Neuen Rathaus befindet. Dieser Bau ersetzte die im Krieg zerstörte Häuserzeile zwischen dem Alten Rathaus und dem Hauptmarkt.

Bis ins 14. Jahrhundert besaß die Stadt kein eigenes Rathaus. Stattdessen trat der Rat in einem Haus der Tuchmacher zusammen, das in Urkunden wechselweise als „Gewandhaus“, nur als „Haus“ oder als „der Bürger Haus“ bezeichnet wird. Erst als die Lorenzer und Sebalder Hälften der Stadt zur universitas civium zusammengeschlossen und durch eine gemeinsame Mauer verbunden waren, erwarb der Rat 1322 ein Anwesen vom Kloster Heilsbronn und erweiterte das Areal später durch Zukäufe von Häusern und Umnutzung für Verwaltungszwecke nach Norden.

Der Saalbau auf der Südseite, der im Obergeschoss den großen Rathaussaal enthält, entstand als ältester Teil des Gebäudekomplexes 1332–1340 unter Regie des Stadtbaumeisters Philipp Groß. An den Saalbau des 14. Jahrhunderts schlossen zwei Annexbauten entlang dem Rathaushof nach Norden an, von denen der mit der Ratsstube an der Ostseite erhalten blieb.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts nahm der Rat der Stadt eine umfangreiche Erneuerung des Rathauses in Angriff. Der sogenannte Ratsstubenbau mit der spätgotischen Vorhangfassade wurde von Hans Beheim dem Älteren 1514–1515 im Norden errichtet. Die Fassadenbemalung wurde 1521 durchgeführt, die Ausmalung des großen Saales nach Entwürfen und unter Regie von Albrecht Dürer wurde 1521 begonnen und 1528/30 beendet. Es war das seinerzeit größte Wand- und Deckengemälde Europas und wurde erst von der zehn Jahre später begonnenen Sixtinischen Kapelle übertroffen.

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Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind:

Rathausplatz
90403 Nürnberg
  • Sehenswürdigkeit
Nürnberg

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