Rothesteinhöhle

Höhle in Eschershausen

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Beschreibung

Die Rothesteinhöhle liegt im Ith, einem bis zu 439 m hohen Bergrücken des Weserberglandes. Der Ith erstreckt sich auf einer Länge von etwa 20 km zwischen Holzen und Coppenbrügge in Niedersachsen. Unterhalb seines Kammes ragen stark zerklüftete Dolomitklippen (Korallenoolith dem Oberjura) auf. Nahe dem südöstlichen Ende des Iths, nordwestlich von Holzen, befinden sich sechs Höhlen von denen die Rothesteinhöhle die archäologisch interessanteste ist.

Ein schmaler Felsspalt bildet den Eingang. Dahinter führt ein schmaler etwa 20 m langer Gang in den Fels. Am Ende geht rechts, rechtwinklig abknickend, der hohe relativ enge und 40 m lange sogenannte Wollemann-Gang ab, der tiefer als der Eingang liegt, und über einen treppenförmigen Absatz erreichbar ist. An einigen Stellen weist der Gang Verbreiterungen auf. An einer anderen Stelle geht eine nach unten enger werdende Felsspalte etwa 20 m in die Tiefe. In der Nähe des Treppenabsatzes öffnet sich ein schmaler Schlupf (der „von Hase-Gang“), der zu einer unscheinbaren, kleinen Öffnung unterhalb des Höhlenvorplatzes führt. Die Höhle ist vom 1. April bis zum 30. September frei zugänglich. In der übrigen Zeit ist sie zum Schutz der dort überwinternden Fledermäuse verschlossen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde durch verschiedene Funde der Geschichtsverein in Wolfenbüttel auf die Höhle aufmerksam und beauftragte den Studenten Alfred Wollemann mit einer systematischen archäologischen Untersuchung, die er im Jahre 1883 vornahm. Er stieß auf eine Kulturschicht, innerhalb derer er vier maßgebliche Fundstellen ausmachte. Hier lagen Gefäßscherben und neben einigen Tierknochen stieß er auf zahlreiche Menschenknochen, die in vielen Fällen versengt zu sein schienen. Lediglich die kleineren Knochen waren intakt. Mark einschließende Röhrenknochen waren jedoch in fast allen Fällen aufgeschlagen. An drei Stellen konnten Geräte aus Bronze und Knochen geborgen werden. Insgesamt fand er eine Knochennadel und einen Knochenpfriem, ein Randleistenbeil mit abgebrochener Schneide, zwei Dolchklingen und eine Drahtspirale, alle aus Bronze gefertigt.

In den folgenden Jahrzehnten kam es zu Erforschungen und Raubgrabungen, die, allem Anschein nach, Wollemanns Untersuchungen in der Höhle bestätigten. Darüber liegen allenfalls fragmentarische Berichte vor. Das Material einer Grabung von 1909 umfasst mittelalterliche Keramik, Tier- und Menschenknochen sowie einen Bronzering. 1934 fand man einen Bronzepfriem mit Knochenschäftung. In den Jahren 1951–54 kamen wieder zahlreiche Tier- und Menschenknochen, urgeschichtliche und neuzeitliche Keramikscherben sowie ein Knochenpfriem zutage.

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Weitere Höhlen in der Nähe sind:

Angelika-Machinek-Weg
37632 Eschershausen
  • Familie & Kinder
  • Natur
  • Sehenswürdigkeit
Eschershausen

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