Städel Museum

Museum in Frankfurt am Main

Beschreibung

Das Städelsche Kunstinstitut und Städtische Galerie (Eigenbezeichnung Städel Museum) in Frankfurt am Main ist eines der bedeutendsten deutschen Kunstmuseen. Seine Sammlung umfasst rund 3.100 Gemälde vom Mittelalter über die Moderne bis zur Gegenwartskunst. Die Graphische Sammlung mit über 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken ist in einem Präsenzsaal zugänglich. Zum Bestand des Städel Museums gehören außerdem über 4.600 Fotografien, 660 Skulpturen und eine Präsenzbibliothek mit 115.000 Bänden.

Die Stiftung erfolgte durch das Testament von Johann Friedrich Städel (1815). Die Sammlung erhielt 1833 ein erstes eigenes Ausstellungsgebäude. Der heutige Standort am Museumsufer wurde 1878 bezogen.

Nach dem Tod des Frankfurter Bankiers und Gewürzhändlers Johann Friedrich Städel im Jahre 1816 wurde sein am 15. März 1815 verfasstes Testament eröffnet, in dem er das nach ihm benannte Kunstinstitut stiftete. Er vererbte sein Haus am Rossmarkt, die dort ausgestellte Kunstsammlung und sein Vermögen im Umfang von ca. 1,3 Millionen Gulden dem Institut. Dessen Auftrag war zum einen der Unterhalt einer öffentlichen Sammlung, zum anderen die Ausbildung von Künstlern in der angeschlossenen Kunsthochschule; diese wurde später von der Stadt Frankfurt übernommen. Im folgenden Jahr fochten entfernte Verwandte Johann Friedrich Städels das Testament an, was zu einem bis 1829 andauernden Prozess führte, der in der Folge die Arbeit des Instituts behinderte. Laut Testament sollten fünf Administratoren aus der Frankfurter Bürgerschaft die Leitung des Instituts übernehmen. Als erster Inspektor wurde 1817 Carl Friedrich Wendelstadt berufen. 1830 wurde Philipp Veit, ein Nazarener, Vorsteher der Malschule und Direktor der Galerie. Diese Position behielt Veit bis 1843. In dieser Zeit wurden Werke aus Städels Sammlung, die den qualitativen Ansprüchen des Museums nicht genügten, verkauft. Mit den Einnahmen wurde der Ankauf anderer Werke finanziert.

1833 zog das Museum in ein umgebautes Gebäude an der Neuen Mainzer Straße um. Im Jahr 1840 kam es zu einem Wechsel in der Verwaltung des Museums, als Johann David Passavant neuer Inspektor wurde. Er war schon vorher für das Städelsche Kunstinstitut tätig gewesen und hatte unter anderem Ankäufe vermittelt. In die bis 1861 dauernde Amtszeit Passavants fielen bedeutende Erwerbungen für die Sammlung wie das Weibliche Idealbildnis von Sandro Botticelli oder Teile der Sammlung Wilhelms II. der Niederlande, die 1850 versteigert worden war. Unter der Leitung des 1861 eingesetzten Inspektors Gerhard Malß wurden das Kupferstichkabinett und die Galerie neu geordnet. 1870 wurden auf der Versteigerung der Sammlung Brentano-Birckenstock weitere bedeutende Werke für die Sammlung des Städelschen Kunstinstituts erworben.

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Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
  • Kunst & Museen
Frankfurt am Main

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