Sandkasten im eigenen Garten bauen – Tipps und Voraussetzungen

Familie und Kinder | Tipps und Tricks

Sandkasten selbst bauen: Die Schritt-für-Schritt Anleitung

Ein Sandkasten im Garten ist eine wundervolle Freizeitbeschäftigung für den Nachwuchs. Die Kinder können darin spielen, Burgen bauen oder eine gute Zeit mit ihren Freunden verbringen. Wer seinen Kindern einen Sandkasten im eigenen Garten bauen möchte, sollte allerdings ein paar Dinge beachten.

Im Namen der Sicherheit ist es wichtig, dass der selbstgebaute Sandkasten für die Eltern gut sichtbar ist und nicht in der prallen Sonne steht. Ein schattiger Ort in der Nähe der Terrasse oder eines Fensters ist ideal.

Mit etwas handwerklichem Geschick kannst du dir ganz leicht einen Sandkasten im eigenen Garten bauen.

In diesem Ratgeber lernst du, welche Materialien hierfür notwendig sind und worauf es beim Bau eines eigenen Sandkastens ankommt.

Schritt-für-Schritt zum Sandkasten im eigenen Garten

  1. Ein Loch für den Sandkasten ausheben
  2. Eine Drainage einsetzen
  3. Die Rahmenlagen anbringen
  4. Ein hochwertiges Vlies befestigen
  5. Sitzbänke vorbereiten und anbringen
  6. Den Sand einfüllen
  7. Sicherheitsmaßnahmen ergreifen
Eine Sandburg in einem Sandkasten mit Spielzeug und Eimern.

Schritt 1: Ein Loch für den Sandkasten ausheben

Egal ob auf dem Land oder in der Großstadt, alle Kinder lieben es, in einem Sandkasten im Garten zu spielen.

Sobald du den passenden Standort gefunden hast, kann es mit den Vorbereitungen für den Bau des Sandkastens losgehen. Zu diesem Zweck muss ein Loch von etwa 10 cm Tiefe und mit der gewünschten Kantenbreite ausgehoben werden.

Einige Sandkästen sind 160×160 cm groß, andere Modelle weisen sogar 240×240 cm auf. Abhängig davon, wie groß der Sandkasten werden soll, musst du jeweils Holzbretter mit einer entsprechenden Kantenlänge besorgen.

Bei der Wahl des Holzes sollte ausschließlich unbehandeltes Material zum Einsatz kommen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass bei Regen Schadstoffe aus dem Holz herausgewaschen werden und in den Sand und in der Folge in den Körper gelangen.

Allerdings solltest du auch bedenken, dass nicht imprägniertes Holz, das dauerhaft im Freien verbleibt, nur eine kurze Lebenserwartung hat. Das bedeutet, dass der Sandkasten häufiger erneuert werden muss.

Im Vorfeld des Baus empfiehlt es sich, die „Baustelle“ von allen störenden Elementen zu befreien. Besonders herumliegendes Laub kann die Arbeit unter Umständen erheblich erschweren. Allerdings kann mit speziell dafür konzipierten Geräten schnell Abhilfe geschaffen werden.

Schritt 2: Eine Drainage einsetzen

Bevor der eigentliche Bau des Sandkastens erfolgt, sollte zunächst eine Drainage gelegt werden.

Diese sorgt dafür, dass Feuchtigkeit und Regenwasser leicht aus dem Sandkasten ablaufen können, ohne dass kostbarer Sand verlorengeht.

Zu diesem Zweck wird die ausgehobene Grube mit grobkörnigem Kies aufgefüllt.

Hierbei ist dafür zu sorgen, dass eine möglichst ebene Fläche entsteht, auf der später der Sandkasten platziert wird.

Eine solche Drainage verlängert die Lebenserwartung eines Sandkastens erheblich. Indem Wasser schneller abfließt, ist das verwendete Holz keiner Dauerfeuchtigkeit ausgesetzt.

Fäulnisprozesse und Abnutzungserscheinungen werden hierdurch unwahrscheinlich beziehungsweise verlangsamt.

Hinzu kommt, dass der Sand durch dieses Verfahren rasch wieder trocknet. Kinder können den Sandkasten somit nach Regenfällen schneller wieder zum Spielen nutzen.

Schritt 3: Die Rahmenlagen anbringen

Zunächst wird die erste Rahmenlage auf den Kies gelegt, sodass die Bretter bündig abschließen.

In einem weiteren Schritt solltest du mit einer Wasserwaage prüfen, ob die Bretter tatsächlich gerade sind. Falls nicht, kannst du durch eine Unterfütterung mit Kies Abhilfe schaffen.

Anschließend müssen die einzelnen Bretter miteinander verbunden werden. Hierfür bieten sich Lochplattenwinkel und Holzschrauben an.

Diesen Schritt musst du nun mit einer zweiten und dritten Rahmenlage wiederholen. Hierbei kommen ebenfalls Lochplatten und Holzschrauben für die Befestigung zum Einsatz.

Es ist wichtig, dass die einzelnen Bretter stabil miteinander verschraubt werden. So ist einerseits für Sicherheit während des Spielens gesorgt und andererseits sichergestellt, dass sich auch Erwachsene auf den Rand des Sandkastens setzen können, ohne dass es zu Beschädigungen kommt.

Schritt 4: Ein hochwertiges Vlies befestigen

In einem weiteren Schritt wird ein hochwertiges Vlies in den Sandkasten gelegt und an den Seitenwänden einige Zentimeter nach oben gezogen.

Dieses Vlies stellt eine verlässliche Schicht zwischen dem Sand und dem Untergrund dar.

Es ist besonders wichtig, dass das gewählte Material sowohl atmungsaktiv als auch wasserdurchlässig ist.

Sobald sich das Vlies in der gewünschten Position befindet, wird es mit Tackern an den Seitenwänden des Sandkastens befestigt.

Hierbei solltest du auf jeden Fall auf stabile, reißfeste Modelle setzen, damit es weder bei der Montage noch beim späteren Spielen zu Beschädigungen der Vliesschicht kommt.

Schritt 5: Sitzbänke vorbereiten und anbringen

Sobald du das Vlies angebracht hast, kann mit dem Bau und der Montage der Sitzbänke begonnen werden.

Zunächst müssen die Sitzbretter auf Gehrung zugeschnitten werden. Hierfür bietet sich der Einsatz eines 45°-Winkels an.

Der eigentliche Zuschnitt sollte mit einer hochwertigen Stichsäge für Holz erfolgen. Hiermit kannst du besonders saubere und zweckmäßige Kanten erstellen.

Um eine möglichst glatte Oberfläche zu bekommen und das Verletzungsrisiko zu minimieren, solltst du alle Kanten nach dem Sägen mit Schleifpapier glätten.

Bei der Montage werden die Sitzbretter auf die obere Rahmenlage gelegt, sodass die einzelnen Gehrungen einander in einem 90°-Winkel berühren.

Wie bei den Rahmenlagen selbst sollten auch hier Holzschrauben für die Befestigung verwendet werden.

Schritt 6: Den Sand einfüllen

Für einen Sandkasten bietet sich Sand an, der speziell für das Spielen entwickelt wurde.

Dieser ist frei von Steinen und Wurzeln, die das Spielvergnügen einschränken würden und sogar ein Verletzungsrisiko darstellen können.

Es sollte genügend Sand vorhanden sein, damit die Kinder spielen können, ohne zu schnell den Boden und die Folie zu erreichen.

Gleichzeitig darf ein Sandkasten natürlich auch nicht übervoll sein, da der kostbare Sand sonst neben den Sandkasten fällt und vom Regen weggespült wird.

In der Praxis hat es sich bewährt, einen Sandkasten für den Garten in etwa bis zur Hälfte zu befüllen.

Schritt 7: Sicherheitsmaßnahmen ergreifen

Nachdem der Bau des Sandkastens für den eigenen Garten abgeschlossen ist, sollten noch einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Hierzu gehört, eine Plane über den Sandkasten zu legen, wenn er nicht in Benutzung ist.

So wird verhindert, dass Tiere den Sand als Toilette benutzen. Das ist einerseits unhygienisch und aufgrund von Keimen und Krankheitserregern im Tierkot für die Gesundheit der Kinder gefährlich.

Ein weiterer Vorteil einer solchen Plane ist, dass im Herbst kein Laub in den Sandkasten fällt und der Sand bei Regen nicht nass wird.

Während des Sicherheits-Checks sollte genau geprüft werden, dass nirgendwo an den Hölzern Splitter hervorstehen oder andere Verletzungsrisiken bestehen.

Außerdem müssen die Schrauben so tief versenkt sein, dass sie zu keiner Verletzungsgefahr werden.

Geschafft! – Sobald die letzten Schutzvorkehrungen getroffen wurden, ist der Sandkasten fertig und der Spielspaß kann beginnen.

Kind spielt im eigenen Sandkasten

Fazit

Einen Sandkasten im eigenen Garten bauen gelingt meist einfach und innerhalb kürzester Zeit.

Wichtig ist es, hochwertige Materialien zu verwenden und mit zuverlässigen Werkzeugen zu arbeiten.

Durch die Wahl des Holzes und einen eventuellen Anstrich kannst du deinem selbstgebauten Sandkasten einen individuellen Look zu verpassen und ihn für Kinder besonders attraktiv zu machen.

Der Sand sollte regelmäßig gereinigt werden, damit beim Spielen stets für Sauberkeit und Hygiene gesorgt ist.

Du siehst, einen Sandkasten im eigenen Garten bauen ist garnicht so kompliziert. Und die Freude der Kinder ist es doch allemal wert nicht wahr? wink

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