Bundeshaus Bonn

Sehenswürdigkeit in Bonn

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Beschreibung

Das Bundeshaus in Bonn ist ein Gebäudekomplex, in dem von 1949 bis 1999/2000 die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages und des Bundesrates stattfanden. Das von 1930 bis 1933 errichtete Kerngebäude diente bis zum Zweiten Weltkrieg als Pädagogische Akademie Bonn der Lehrerausbildung. Nach der Entscheidung der Hauptstadtfrage 1949 zugunsten Bonns wurde es zur provisorischen Unterkunft des Bundestages und Bundesrates umgebaut und bildete den Kern des sich entwickelnden Parlaments- und Regierungsviertels. Der ursprüngliche Plenarsaal des Bundestags wurde 1987 abgebrochen und an seiner Stelle bis 1992 ein Neubau errichtet.

In den 50 Jahren als Sitz der beiden Verfassungsorgane wurde das Bundeshaus mehrfach erweitert und umgebaut, bis die Institutionen 1999 aufgrund des Hauptstadtbeschlusses nach Berlin verlegt wurden. Den Plenarsaal übernahm anschließend das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn, das heutige World Conference Center Bonn, in dem nationale und internationale Konferenzen stattfinden. Die südlichen Gebäudeteile sind seit 2013 als Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen Bestandteil des „UN-Campus“, der neben dem Bundeshaus auch das benachbarte ehemalige Abgeordnetenhaus Langer Eugen umfasst.

Das Bundeshaus befindet sich im Zentrum des heutigen Bundesviertels am Platz der Vereinten Nationen (bis 2006 Görresstraße) zwischen Dahlmannstraße im Norden und ehemaliger Hermann-Ehlers-Straße im Süden in unmittelbarer Nähe des Rheins. Während die Haupteingänge der verschiedenen Gebäudeteile am Platz der Vereinten Nationen liegen, sind der Plenarsaal und der Präsidialanbau („Vizepräsidentenanbau“) auch über die Rheinpromenade (Stresemannufer) zugänglich. Erreichbar ist der Gebäudekomplex über die B 9, der direkte Weg führt über die östlich davon abzweigende Heussallee.

Der Kern und Ursprung des Gebäudekomplexes wurde von 1930 bis 1933 in den Formen der Neuen Sachlichkeit nach einem Entwurf des Regierungsbaumeisters Martin Witte (1896–1930) als Neubau für die bereits bestehende Bonner Pädagogische Akademie (1926–1933) bzw. Hochschule für Lehrerbildung (ab 1933) errichtet. Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte am 16. September 1930 – zwei Monate vor dem Tod Wittes. Im Sommer 1931 war der Rohbau fertiggestellt; gegen Ende des Jahres wurden die Arbeiten wegen finanzieller Schwierigkeiten für zwölf Monate eingestellt. Am 2. Oktober 1933 konnte der Neubau feierlich eingeweiht werden und am Ende des Jahres die provisorische Aufnahme des Lehrbetriebs erfolgen. Die Fertigstellung der Innenausstattung und der Einrichtung zogen sich noch bis Jahresende 1938 hin. Der Neubau gliederte sich in ein langgestrecktes Seminargebäude, einen nordwestlichen Vorbau mit Hörsaal und Hausmeisterwohnung sowie dem Eingang, ein dazu rechtwinkliges rheinseitiges Aulagebäude mit innenseitigem Verwaltungstrakt und „Tagesheim“ (Aufenthaltsräume für Studenten) sowie als südöstliche Vorbauten ein weiteres Hörsaalgebäude mit Treppenhaus und eine Turnhalle.

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