7 Fragen an Julian von Surfnomade

Interview

Julian von Surfnomade im Porträt

Julian surft für sein Leben gern und das nun schon seit vielen Jahren. Auf seinem Blog surfnomade.de berichtet er regelmäßig von seinen Abenteuern auf dem Wasser, gibt Tipps und Tricks rund um Wellenbedingungen und Ausrüstung und sucht nach den besten Surfspots.

Welches Julians persönliches Lieblingsziel zum Surfen ist und wo man in Deutschland und der Schweiz surfen kann, verrät er uns im Interview.

Hier findest du unsere 7 Fragen an Julian von Surfnomade und bekommst eine Gelegenheit mehr über seinen Surf- und Reiseblog zu erfahren.

Wusstest du übrigens schon: mit unserer Freizeit-Suchmaschine findest du viele tolle Freizeitaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz!

Surfnomade Julian in Portugal

Hallo Julian, du betreibst den Reiseblog surfnomade.de. Stell dich und deinen Blog doch gerne kurz vor.

Hi Benjamin, genau genommen betreibe ich mit Surfnomade einen Surfblog, in dem ich meinen Lesern rund ums Thema Wellenreiten viele wertvolle Tipps gebe. Weil es in Deutschland aber nur selten wirklich gute Bedingungen zum Wellenreiten gibt, ist auch das Reisen und Entdecken ferner Surfregionen ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.

Einer der beliebtesten Blogartikel ist mein persönlicher Erfahrungsbericht über diverse Surfcamps in Portugal.

Seit wann gibt es deinen Blog und wie kamst du auf die Idee, ihn zu starten?

Die ersten Surfberichte habe ich bereits im Jahr 2010 veröffentlicht. So richtig an Fahrt aufgenommen hat Surfnomade aber erst im Jahr 2016, als ich daraus mein Hauptprojekt gemacht habe. Seither ist Surfnomade stetig gewachsen und inzwischen gibt es auch einen festen Stamm an AutorInnnen, die den Blog mit neuen Surf- und Reiseberichten aus aller Welt speisen.

Meine Idee kam damals so zustande, dass ich immer schon gerne geschrieben habe und das Surfen ein wichtiger Teil meines Lebens war. Hinzu kam, dass es zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichungen auf Surfnomade nur wenige gute Infos zum Thema Wellenreiten im Netz zu finden gab. Fast alle Ratgeberartikel für die Surfcommunity waren damals ausschließlich auf Englisch und sie spiegelten nur teilweise den Blickwinkel von „landlocked Surfern“ wider, also Wellenreiter, die ihren Lebensmittelpunkt weit weg vom Meer haben.

Du surfst seit über 20 Jahren und bist inzwischen ein echter Profi. Wie hast du diese Leidenschaft damals für dich entdeckt?

Dass ich ein echter Profi bin, möchte ich mal bezweifeln. Weil ich inzwischen seit über zwei Jahren fast ausschließlich am Meer lebe und mich auch regelmäßig coachen lasse, werden meine Surfskills aber durchaus immer besser.

Meine Begeisterung fürs Surfen wurde bereits im Jahr 1998 bei meinem ersten Surfkurs in Frankreich geweckt. Von da an habe ich jeden Urlaub am Meer verbracht und irgendwann sogar mein Leben komplett aufs Surfen ausgerichtet.

Portugal Surfguide Surfnomade

Auf deinem Blog dreht sich alles rund um die besten Surfspots, von denen du viele auch schon selbst getestet hast. Welches ist dein absolutes Lieblingsziel zum Surfen?

Bei der Auswahl der Spots, über die ich auf meinem Blog und in meinen Büchern berichte, schwingt immer die Frage mit, welches Surflevel man von einem deutschen Surfer erwarten kann, der ausschließlich im Urlaub zum Surfen kommt.

Anspruchsvolle Wellen, die schnell über scharfkantige Riffe laufen, zählen definitiv nicht dazu. Strände mit eher soft und langsam brechenden Wellen hingegen schon.

Mein Lieblingsziel zum Wellenreiten unterscheidet sich je nach Jahreszeit. Während ich die letzten beiden Winter mit meinem Van auf Fuerteventura verbracht habe, zieht es mich im Sommer eher an die Küste Nordspaniens.

Eine Surfregion, die für mich alle wichtigen Aspekte von spannender Kultur über Wellen bis hin zu angenehmem Klima vereint, ist für mich Brasilien, wo ich bereits zwei Jahre lang gelebt habe.

Du berichtest auf deinem Blog über Surfspots in Deutschland. Lohnt es sich denn in Deutschland zu Surfen?

Die Frage ist durchaus berechtigt. Anders als beim Wind- und Kitesurfen oder beim Wingfoilen ist man beim Wellenreiten nämlich auf eine möglichst ungestörte Dünung angewiesen.

Weil es an der deutschen Nord- und Ostseeküste aber nur selten echte Dünungswellen gibt, müssen heimische Wellenreiter leider oftmals mit kleinen, ungeordneten Wellen vorliebnehmen, die durch lokale Winde entstehen, anstatt durch die großen Windsysteme auf dem offenen Atlantik.

Die Tage, an denen die Nordsee, wie z.B. auf Sylt, oder die Ostsee, wie z.B. auf Rügen wirklich gute Wellen produziert, sind daher eher rar. Meistens ist das im Herbst oder Winter der Fall, wenn die Temperaturen alles andere als einladend sind. Das Wellenreiten in Deutschland ist daher eher etwas für Hartgesottene.

Für die breite Masse kommen vor allem künstliche Indoor-Wellen in Frage. Dabei handelt es sich zwar um sogenannte stehende Wellen, doch in den nächsten Jahren wird sich das ändern.

Größere Wellenparks mit laufenden Wellen, wie man sie vom Meer kennt, sind an mehreren deutschen Standorten wie z.B. dem Surfwrld im Ruhrgebiet bereits in der Planungsphase.

In der Schweiz gibt es sie bereits. Dort brechen in der Alaia Bay seit Mai 2021 jeden Tag perfekte Wellen, die sich sowohl für Surfanfänger als auch für Profis eignen.

Fuerteventura Surfnomade

Du veröffentlichst regelmäßig Ratgeber und Artikel mit Tipps rund um das Surfen. Welchen Rat würdest du einem absoluten Surf-Anfänger mit auf den Weg geben?

Mein wichtigster Rat ist, dass es am Anfang absolut sinnvoll ist, einen mindestens einwöchigen Surfkurs in einer renommierten Surfschule / Surfcamp zu belegen.

Ich rate dringend davon ab, sich das Wellenreiten in Eigenregie beizubringen. Das Risiko, sich oder andere Surfer zu verletzten, ist ansonsten einfach viel zu groß.

Hinzu kommen Konflikte, die immer wieder zwischen erfahrenen Surfern und absoluten Surf-Newbies entstehen.

Grund dafür sind häufig fehlende Kenntnisse über Vorfahrtsregeln bzw. die Fähigkeit, Surfbedingungen passend zum eigenen Level selbständig aussuchen zu können.

Zum Abschluss hast du noch mal die Gelegenheit ein bisschen Eigenwerbung zu machen: Unsere Leser sollten unbedingt mal bei surfnomade.de vorbeischauen, weil …?

Neben vielen nützlichen Ratgeberartikeln, wie z.B. zur Suche nach dem passenden Neoprenanzug und Tipps für die besten Surfreiseziele, sind meine persönlichen Reviews und Erfahrungsberichte über die weltweit besten Surfcamps wohl das Hilfreichste, was Surfnomade zu bieten hat.

Julian, vielen Dank für die spannenden Antworten. Dann wünschen wir dir weiterhin viel Spaß beim Surfen und hoffen, dass sich einige unserer wasserbegeisterten Leser demnächst auf deinen Blog verirren werden.

Surfcoaching Surfnomade

Veröffentlicht am: 05.12.2022
Bildnachweise: Julian

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