St.-Martini-Kirche

Sehenswürdigkeit in Bremen

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Beschreibung

Die St.-Martini-Kirche (Plattdeutsch Sunte Marten) in der Altstadt von Bremen (nicht zu verwechseln mit der St.-Martini-Kirche in Bremen-Lesum) liegt in unmittelbarer Nähe zur Weser über dem nach ihr benannten Schiffsanleger an der Schlachte und gehört zu den ältesten Kirchen der Stadt. Der spätgotische Backsteinbau erlitt 1944 schwere Zerstörungen und wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Er gehört zur evangelisch-reformierten St.-Martini-Gemeinde. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz seit 1917.

Die Gründungsgeschichte von St. Martini geht zurück auf Klagen aus der seit Mitte des 12. Jahrhunderts stark anwachsenden Bevölkerung (um 1200 etwa 10.000–15.000 Einwohner) über geistliche Unterversorgung. Zu der ersten Pfarrkirche, St. Veit, der heutigen Liebfrauenkirche, war 1139 die Stephanikirche hinzugekommen, die außerdem weserabwärts gelegene Dörfer versorgte. Nach dem Bau der Stadtmauer Ende des 12. Jahrhunderts lag sie zwar zunächst außerhalb der Ummauerung, aber ihr Sprengel umfasste auch einen Bereich innerhalb des ersten Mauerrings. Am 31. Juli 1227 befahl Papst Gregor IX. dem Bremer Erzbischof Gerhard II., die bestehenden Missstände zu beheben, was 1229 zur Neufestsetzung der Kirchspielgrenzen führte. Neben Unser Lieben Frauen wurden die neuen Sprengel für St. Ansgarii und St. Martini zugewiesen.

Die erste urkundliche Erwähnung von St. Martini als selbständige Pfarrgemeinde datiert demzufolge aus dem Jahr 1229. Ihren Namen erhielt sie nach Sankt Martin (um 316 bis 397), der im Jahre 375 Bischof von Tours wurde und später der Nationalheilige der Franken war.

St. Martini lag auf der Insel zwischen dem Weserarm Balge und dem Hauptstrom der Weser. Dieser Martenswerder bildete auch den größten Teil des ihr zugewiesenen Pfarrsprengels. Zunächst lag sie damit außerhalb der Stadtmauer, was reisenden Kaufleuten und Schiffsbesatzungen auch nach dem Schließen des Stadttors (Fischertor – porta piscatorum, die spätere Erste Schlachtpforte) Gelegenheit zum Kirchgang gab. Trotz des Baus einer Wehrmauer 1371 an der Flussseite und mehrfacher Erhöhung des Fußbodens litt die Kirche immer wieder unter Überschwemmungen. Das spiegelt sich auch in einem alten Reim wider: Sunt Marten – wo de Wind döer weit; wo’t Water döer geiht (Sankt Martin – wo der Wind durch weht; wo das Wasser durch geht).

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Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind:

Martinikirchhof 3
28195 Bremen
  • Sehenswürdigkeit
Bremen

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