Top 20 Sehenswürdigkeiten in Bremen

Bremen | Städtetrip | Top Sehenswürdigkeiten

Top 20 Sehenswürdigkeiten in Bremen im Überblick

Die Freie Hansestadt im gleichnamigen Bundesland ist die elftgrößte Stadt Deutschlands und beliebtes Touristenziel.

Die Großstadt zu beiden Seiten der Weser ist in fünf Stadtbezirke unterteilt und beherbergt zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen – definitiv einen Besuch wert finden wir!

Bremer Stadtmusikanten

Die Bremer Stadtmusikanten sind das wohl bekannteste Wahrzeichen der Hansestadt und ein beliebter Touristenmagnet.

Die vier Figuren Hahn, Katze, Hund und Esel entstammen ursprünglich einem Märchen der Gebrüder Grimm und stehen heute an der westlichen Seite des Bremer Rathauses.

Einer Legende nach soll es Glück bringen die Beine des Esels zu umfassen.

Wie an den abgegriffenen Vorderfüßen des Tiers zu erkennen ist, haben hier schon einige ihr Glück gesucht.

Ein Bremer Sprichwort besagt, wenn man nur eines der Beine des Esels anfasst, dann „gibt ein Esel dem anderen die Hand“ - also greif lieber mit beiden Händen zu.

Bremer Stadtmusikanten

St. Petri Dom und Spuckstein am Dom

Der St. Petri Dom in der Bremer Altstadt ist eine teils romanische, teils gotische Kirche aus dem 11. Jahrhundert.

In der evangelisch-lutherischen Kirche finden reguläre Gottesdienste, Taufen und Feiern statt.

Seit 1973 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz.

Der Dom ist für Besucher frei zugänglich, kann aber auch im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Der Spuckstein ist ein unauffälliger, viereckiger Stein mit einem Kreuz darauf, der in den Domhof eingelassen ist.

Er erinnert an die Geschichte Deutschlands bekanntester Giftmörderin Gesche Gottfried, die angeblich an genau dieser Stelle hingerichtet wurde, nachdem sie 15 Menschen mit Arsen tötete.

Unter Bremern ist es noch heute üblich im Vorbeigehen auf den Stein zu spucken und so die eigene Verachtung gegenüber der Mörderin zum Ausdruck zu bringen.

St. Petri Dom Bremen

Rathaus

Das Bremer Rathaus inmitten der Altstadt wurde im Jahr 1410 erbaut und 1913 aufgrund von Platzmangel erweitert.

Das Gebäude vereint Elemente der Renaissance und des Barock und steht, zusammen mit dem Bremer Roland, unter Denkmalschutz.

An der Fassade des Rathauses, vom Marktplatz gut sichtbar, befinden sich Figuren des Kaisers und der sieben Kurfürsten des Reichs, die die Verbundenheit Bremens mit dem Kaiserreich symbolisieren sollten.

Die originalen Figuren wurden 1961 aus Sicherheitsgründen entfernt und durch Kopien ersetzt, können jedoch noch immer im Focke-Museum besichtigt werden.

Rathaus Bremen

Bremer Roland

Der Bremer Roland auf dem Marktplatz zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Bremens.

Die rund zehn Meter hohe Rolandstatue vor dem Rathaus ist ein Symbol für Freiheit und stellt den Heerführer Roland dar, einen angeblichen Neffen des Kaisers, der die Marktrechte und Freiheiten der Stadt verkündet.

Der Legende nach ist eine Nachbildung der Rolandstatue im Keller des Rathauses versteckt, da es in Bremen heißt die Stadt bliebe so lange frei und selbstständig, wie der Roland auf dem Marktplatz steht.

Um Schlimmeres zu vermeiden soll daher ein Ersatz verfügbar sein, der im Notfall schnell aufgestellt werden kann.

Bremer Roland

Marktplatz 

Der Bremer Marktplatz im Herzen der Stadt zählt zu den ältesten öffentlichen Plätzen der Stadt.

Heutzutage findet auf dem Platz abgesehen vom Bremer Weihnachtsmarkt und dem kleinen Freimarkt kein regulärer Marktbetrieb mehr statt.

Von dem ehemals wichtigsten wirtschaftlichen Zentrum der Hansestadt hat sich der Marktplatz über die Jahre zu einem rein kulturellen Platz entwickelt.

Mit dem Rathaus, dem Bremer Roland, den Stadtmusikanten, dem Schütting und weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt ist er ein beliebtes Ziel für Besucher und Einheimische.

Auf dem Boden vor dem Bremer Roland wurde das „Hanseatenkreuz“ eingelassen. Ein rötliches Kreuz in einem zehnspeichigen Rad, welches an die Bedeutung der Hanseatischen Legion in den Befreiungskriegen des 19. Jahrhunderts erinnern soll.

Marktplatz Bremen

Liebfrauenkirche

Die Liefrauenkirche im Nordwesten der Altstadt ist nach dem St. Petri Dom die zweitälteste Kirche Bremens.

Der Südturm des inzwischen denkmalgeschützten Gotteshauses stammt aus dem Jahr 1100 und ist damit der älteste noch erhaltene Teil der Kirche.

Die evangelische Kirche ist öffentlich zugänglich und kann von innen und außen besichtigt werden.

Liebfrauenkirche Bremen

Böttchergasse

Die rund 100 Meter lange Straße in der Bremer Altstadt zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt und steht unter Denkmalschutz.

Nachdem die Böttcher die Straße Mitte des 19. Jahrhunderts verließen, verlegte der Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius seine Firma in eines der Häuser.

Nach und nach erwarb er weitere Häuser und ließ sie restaurieren und verschönern.

Heute ist die Böttcherstraße ein einmaliges Beispiel der Architektur des Expressionismus und gilt unter den Bremern als eigentliche Hauptstraße der Stadt.

Böttchergasse in Bremen

Haus des Glockenspiels

Das bekannteste Haus in der Bremer Böttcherstraße ist das Haus des Glockenspiels.

Zwischen den Giebeln zweier alter Lagerhäuser hängt ein Glockenspiel aus 30 Meißner Porzellanglocken, welches jeweils zur vollen Stunde eine von zehn Melodien spielt.

Vom 1. April bis zum 31. Dezember erklingt das Glockenspiel zwischen 12 und 18 Uhr zu jeder vollen Stunde, vom 1. Januar bis zum 31. März nur jeweils um 12, 15 und 18 Uhr.

In der Adventszeit gehören außerdem fünf Weihnachtslieder zum Programm des Glockenspiels.

Haus des Glockenspiels in Bremen

Schnoorviertel

Das mittelalterliche Schnoorviertel verdankt seinen Namen der Geschichte Bremens als Hansestadt.

In den engen Gassen des Schnoorviertels waren im Mittelalter viele Schiffshandwerker tätig, die Seile, Taue und Ankerketten für die Handelsindustrie fertigten.

Schnoor ist das niederdeutsche Wort für Schnur.

Viele Teile des ehemaligen Arme-Leute-Viertels stehen heute unter Denkmalschutz.

Ein besonderes Highlight sind die Reste der Bremer Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, die teilweise in die Bauwerke integriert wurden, wie in dem „Weihnachtsladen“ an der Marterburg.

Schnoorviertel in Bremen

U-Boot-Bunker Valentin

Der U-Boot-Bunker Valentin im Ortsteil Rekum war das größte Rüstungsprojekt der Kriegsmarine und ist noch heute das längste Gebäude Bremens.

In dem freistehenden Bunker direkt an der Weser sollten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs U-Boote in Sektionsbauweise zusammengebaut werden.

Aufgrund des Kriegsverlaufs konnte die Anlage jedoch nie vollständig fertiggestellt werden.

Teile des Bunkers sind heute als Gedenkstätte frei zugänglich und beherbergen ein Besucherzentrum.

Der Rest des Bunkers wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Die Ruine ist jedoch in einem Tunnel einsehbar.

U-Boot-Bunker Valentin in Bremen

Universum Bremen

Das Universum in Bremen ist ein Science-Center mit Mitmach-Charakter.

Das walförmige Gebäude im Norden der Stadt ist ein echter Hingucker und ein Wahrzeichen Bremens.

Im Universum findest du Ausstellungen zu den drei Hauptbereichen Mensch, Natur und Technik, eine Ausstellung speziell für Kinder sowie jährlich wechselnde Sonderausstellungen.

Universum Bremen

Rhododendron Park

Der Rhododendron Park im Bremer Stadtteil Horn-Lehe bietet Besuchern auf einer Fläche von rund 50 Hektar eine einmalige Sammlung von über 4.000 verschiedenen Rhododendron-Arten.

Neben Rhododendron-Sträuchern beherbergt der Park auch zahlreiche andere Gewächse wie Rosen, Hortensien und Lavendel.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Azaleen-Hain, der Besucher mit seinem einzigartigen Duft begeistert.

Der Bremer Rhododendron Park besitzt die zweitgrößte Sammlung an Rhododendron-Arten weltweit.

Die Hauptblüte der Rhododendron- und Azaleensträucher kannst du zwischen Ende April und Mitte Juni beobachten.

Rhododendronpark in Bremen

Botanika Bremen

Die Botanika im Bremer Rhododendron Park ist ein Naturerlebniszentrum inmitten des beliebten Gartens.

In Gewächshäusern können Besucher die Vielfalt der Rhododendren und anderer Pflanzen bestaunen und mehr über die Pflanzen erfahren.

Das Highlight der Ausstellung ist ein interaktives Entdeckerzentrum in dem Naturwissenschaft spielerisch erlernt werden kann – nicht nur für Kinder ein Erlebnis!

Neben Pflanzen zeigt die Botanika auch verschiedene Tiere wie Kois, Pfeilgiftfrösche und Wißhandgibbons.

Botanika in Bremen

Schlachte

Der Begriff „Schlachte“ bezeichnet die historische Uferpromenade an der Weser.

Früher als Hafen der Hansestadt genutzt, beherbergt die beliebte Meile am Rand der Bremer Altstadt heute zahlreiche Gastronomien und Biergärten.

Die gesamte Schlachte steht heute unter Denkmalschutz und mit ihr einzelne Gebäude.

Im unteren Bereich der Schlachte legen nach wie vor Schiffe an, heute jedoch nur noch zur Passagierbeförderung.

Das Wort „Schlachte“ stammt ursprünglich aus dem Niederdeutschen und kommt vom Einschlagen der Pfähle zur Uferbefestigung.

Schlachte Bremen

Wallanlagen

Der Teil der Bremer Stadtbefestigung am Rande der Altstadt ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Die ehemaligen Befestigungsanlagen aus dem 17. Jahrhundert wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts umgebaut und in eine Parkanlage verwandelt, die damit die älteste öffentliche Parkanlage ganz Deutschlands ist.

Noch heute umschließen die Wallanlagen fast die gesamte Bremer Altstadt und formen so einen grünen Gürtel um die Stadt.

Inzwischen steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz und wird von den Bremern gerne zum Spazieren oder Entspannen genutzt.

Wallanlagen Bremen

Naturschutzgebiet Stadtwaldsee

Das Naturschutzgebiet Stadtwaldsee, auch bekannt als „Uni-Wildnis“, ist eine circa elf Hektar große Fläche in der Nähe des Stadtwaldsees.

Die Fläche entstand beim Bau der angrenzenden Autobahn A 27 und wurde zum Abladen von Abraum genutzt.

Nachdem das Gebiet mehrere Jahre sich selbst überlassen wurde bildeten sich mehrere Teiche und ein Wald, die heute Teil des Naturschutzgebiets sind.

Der Lage auf dem Gelände der Universität verdankt das Gebiet seinen Spitznamen.

Stadtwaldsee Bremen

St. Martini Kirche

Sie St. Martini Kirche in der Bremer Altstadt gehört zu den ältesten Kirchen der Stadt und wurde nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut.

In unmittelbarer Nähe der Kirche befindet sich der nach ihr benannte Martinanleger, ein Schiffsanleger an der Weser.

Eine Besonderheit der Kirche ist die Kanzel der Kirche, die noch aus der „Goldenen Zeit Bremens“ im 16. Jahrhundert stammt.

Eine zweite St. Martini Kirche befindet sich im Bremer Stadtteil Lesum, was häufig zu Verwechslungen führt.

St. Martini Bremen

Schütting

Der Schütting am Bremer Marktplatz, gegenüber des Rathauses ist das Gebäude der Bremer Kaufmannschaft und Sitz der Handelskammer Bremen.

Nachdem das historische Gebäude im Zweiten Weltkrieg vollständig ausbrannte wurde es nahezu detailgetreu wiederaufgebaut.

Im Untergeschoss befindet sind der Club zu Bremen, der mit seiner über 200-jährigen Geschichte der älteste Gesellschaftsclub Deutschlands ist.

Schütting in Bremen

Fallturm

Der Bremer Fallturm ist ein Test-Turm des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM), in dem Experimente unter kurzzeitiger Schwerelosigkeit durchgeführt werden können.

Im Inneren des knapp 150 Meter hohen Turms befindet sich eine Fallröhre, in der eine Fallkapsel knappe fünf Sekunden im freien Fall herunterfällt, bis sie in einen Auffangbehälter trifft.

Um die Experimente nicht durch den Luftwiderstand zu beeinflussen wird in der 120 Meter langen Fallröhre für jeden einzelnen der hochempfindlichen Versuche ein Vakuum erzeugt, was circa eineinhalb Stunden in Anspruch nimmt.

Der Fallturm kann im Rahmen einer Fallturmführung des ZARMs besichtigt werden. Die Panoramalounge an der Spitze des Turms kann außerdem für private oder geschäftliche Anlässe gebucht werden. Im höchstgelegenen Trauzimmer der Stadt kann an der Spitze des Bremer Fallturms sogar standesamtlich geheiratet werden.

Bremer Fallturm

Bremer Loch

Das Bremer Loch ist ein Gullideckel auf dem Bremer Marktplatz direkt vor der Bremer Bürgerschaft.

In der Mitte des Deckels befindet sich ein Münzschlitz.

Die eingeworfenen Spenden kommen der Bürgerhilfe zugute.

Kreih nich, jaul nich, knurr nich, segg i-aa, doh wat rin in´t Bremer Loch!

Wer eine Münze einwirft wird dafür belohnt – mit lautem Geschrei. Aus den Tiefen des Gullis erklingen beim Einwurf von Münzen die Laute der Bremer Stadtmusikanten.

Installiert wurde die übergroße Sammelbüchse im Jahr 2007 zu Ehren des 132. Geburtstags des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Wilhelm Kaisen.

Bremer Loch

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Wir wünschen dir viel Spaß in der Hansestadt Bremen!

P.S. Schreib uns gerne in den Kommentaren welches deiner Meinung nach die schönste Sehenswürdigkeit in Bremen ist. 😉


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